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… der Eierlikör ist für Christoph Keller, wie kaum eine andere Spirituose mit einem bestimmten Werbeslogan verbunden, der ihn in den 70er-Jahren zum populären Haustrunk und süßem Nachtisch hat werden lassen. Die penetrante Vermarktung hat aber vielleicht ebenso dazu beigetragen, dass er schnell wieder aus den Küchenschränken verschwunden ist und heute – leider – nicht mehr dem „Zeitgeist“ entspricht.
Dabei ist seine Geschichte so spannend wie ein gutes Buch: Die hochprozentigen „Vorfahren“ unseres Eierlikörs haben sich nämlich gleichzeitig in Brasilien wie in Mexiko entwickelt. Während man im mexikanischen Puebla schon seit mehreren hundert Jahren den „Rompope“ aus Eiern, Milch, Vanille und Rum herstellt,  war bei den indianischen Ureinwohnern des Amazonas-Gebietes schon vor dem 17. Jahrhundert ein Erfrischungsgetränk namens „Abacate“ gebräuchlich, für das man Rum mit Rohrzucker und Avocados mischte. Aus Mangel an Avocados ersetze der Destillateur Eugen Verpoorten die Avocados mit Eigelb, um eine ähnlich sähmige Emulsion zu erhalten.
Aber erst das Schwarzwälder Kirschwasser – in unserem Fall aus den alten Benjaminer-Kirschen des Hesselbacher Tals – macht den Eierlikör zu einem echten Eierkirsch und verhilft ihm zu einem unglaublich komplexen, facettenreichen Geschmack. Neben der Fruchtigkeit der Kirsche, zarten Vanilletönen und schönem Marzipan steht natürlich der saftige Eidotter im Vordergrund. Und neben dem richtigen Kirschwasser kommt es eben auf das richtige Ei an! Unsere Eier stammen von alten Hühnerrassen – Deutsche Sperber, Vorwerk und Maran –, die wir in drei Völkern in der Stählemühle halten. Und wenn es wieder Sommer wird und wir uns nicht mehr vor Eiern retten können, weil die Damen so fleissig legen, dann wird ein Eierlikör gemacht, der durch die Vermischung des Eigelbs mit unserem hochprozentigen Kirschwasser – und ohne Zusatz von Sahne! – unbegrenzt haltbar und ungemein köstlich ist.
Im Gegensatz zu den Stählemühle Destillaten, sollte der Eierlikör jedoch etwas kühler genossen werden – wir empfehlen Temperaturen von 10 bis 14 °C. 35,- €

 

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Es müsste hier eigentlich „sloely“ heissen, denn es gibt jetzt limitiert einen sogenannten Sloe Gin von Monkey47. Statt der sonst üblichen 47 % Alkohol enthält der Sloe Gin nur 29 %. Die besondere Farbe und der besondere Geschmack stammt von der Schlehe. Wir haben nur ein paar wenige Exemplare.
500 ml kosten in der Geschenkverpackung 39,90 €

Liebe Freunde der Stählemühle (und des monkey 47 Gins),
wir haben es schon lange angekündigt, nun haben wir einen Termin mit Christoph Keller gefunden und freuen uns, Euch zu unserem nächsten, ganz besonderen Salonabend bei COLEKT einladen zu können:
 
De virtutibus aquae ardentis – Von der Tugend des brennenden Wassers
Degustation von Destillaten der Edelobstbrennerei Stählemühle mit Christoph Keller
Als der Kunstverleger, Herausgeber, Designer und Kurator Christoph Keller vor sieben Jahren seinen Frankfurter Kunstverlag Revolver verkaufte, um gemeinsam mit seiner Familie am westlichen Bodensee-Ende im oberen Hegau zwischen Stockach und Singen, einen Bauernhof zu übernehmen, hatte er keine Ahnung, was er mit dem ominösen “Brennrecht” und der alten Schnapsbrennerei, die zum Anwesen gehörte, anfangen sollte.

Heute zählt Keller mit seiner Edelobstbrennerei Stählemühle im Ranking von Destillata und Gault Millau zu den 10 besten Destillateuren der Welt, aufgenommen in den erlauchten „Kreis der auserwählten Destillerien“, ist zweifacher Gewinner des Goldenen Stamperl und des „Preis der Besten“ der DLG und wurde mit über 170 nationalen und internationalen Auszeichnungen in den letzten drei Jahren für seine Obstbrände geehrt. Als Quereinsteiger verarbeitet Keller in seiner Brennerei vornehmlich seltene Wildobstsorten zu Destillat-Raritäten in kleinen Liebhaber-Chargen, brennt aber auch Klassiker wie Zibärtle, Ribisl oder Türkenkirsch. Eine erlesene Palette von Likören, Kräuter- und Obstgeisten – allesamt auf allerhöchstem Niveau – runden das Sortiment der Stählemühle ab.

Im Rahmen einer gut 3- bis 4-stündigen, geführten Degustation mit Lichtbildvortrag, Sensorikschule und der Verkostung von 15 ausgewählten Edelbränden wird Christoph Keller in die Welt der feinen Destillate, unsere heimische Vielfalt an Tafel- und Wildobst, die Geschichte der Destillation, ihre politischen und öko-kulturellen Hintergründe und ihre handwerklichen Raffinessen einführen – und dabei beweisen, dass die alchimistische Kunst der Destillation zurecht zu den “Sieben Künsten” gezählt wird!

Christoph Keller (*1969) verlegt seit 2007 bei JRP/Ringier in Zürich seine eigene Künstlerbuchreihe Christoph Keller Editions. Sein weitgereistes Archiv “Kiosk – Modes of Multiplication” ist mittlerweile in der Kunstbibliothek in Berlin zu Hause. Keller unterrichtet außerdem an diversen Kunsthochschulen und entwickelte mit „Monkey 47“ einen “Schwarzwald Dry Gin”, der 2011 vom IWSC in London zum besten Gin der Welt gewählt wurde.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
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Degustation mit Lichtbildvortrag, Sensorikschule und der Verkostung
von ausgewählten Edelbränden . Dauer ca. 3-4 Stunden
Samstag, 17. November 2012  .  Beginn 19 Uhr

Teilnahmegebühr: 95 €  inkl. MwSt.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: 20 Personen

Wir bitten um Anmeldung bis 1.11.2012

unter info@colekt.me